Der Marken-Mythos Maybach wird wiederbelebt
Maybach gehört zu jenen mystischen Marken der Automobilgeschichte, die nach einer langen Phase im Dornröschenschlaf reaktiviert werden in der Hoffnung, dass neue Modelle die alte Faszination zu wecken vermögen. Der Daimler-Konzern als Inhaber der Markenrechte startete das Experiment im Jahr 2002, als er mit dem Maybach 57 die erste Luxuslimousine der neuen Maybach-Ära präsentierte. Die Verbindung zwischen Daimler und Maybach geht zurück auf die Anfangsjahre des Automobilbaus, in denen Maybach-Gründer Wilhelm Maybach als Konstrukteur bei Daimler im Jahr 1900 das erste Mercedes-Modell mitentwickelte. In der neun Jahre später gegründeten eigenen Motorenbaufirma entwickelte er das Cabriolet Maybach DS, den Roadster Maybach SW und die Limousine Maybach Zeppelin, die ab den 1920er Jahren bis zur Produktionseinstellung 1941 zu den größten und am stärksten motorisierten Fahrzeugen aus deutscher Herstellung gehörten. Im Jahr 1960 übernahm der Daimler-Konzern das nach 1941 nur noch als Motorenhersteller tätige Unternehmen.
Die Limousinen und Landaulets von Maybach
Die ersten im Mercedes-Werk Sindelfingen im Manufakturbetrieb gefertigten Limousinen der neuen Baureihen kamen 2002 mit dem Maybach 57 und der knapp 6,20 Meter messenden Langversion Maybach 62 auf den Markt. Drei Jahre später folgten die stärker motorisierten Maybach 57 S und Maybach 62 S. Im Jahr 2007 wurde das Programm mit dem im hinteren Dachbereich zu öffnenden Modell Maybach Landaulet ergänzt. Als limitierte Sonderedition mit hochwertigeren Ausstattungsmerkmalen wurde ab 2009 zudem die Limousine Maybach Zeppelin als Reminiszenz an die historischen Modelle gleichen Namens auf Grundlage der Maybach 57 und 62 gefertigt.